Es gibt verschiedene Methoden bzw. Programme die die Fernsteuerung von Computern erlauben. Oft bedarf es allerdings einer Client-Installation auf dem zu steuernden System.
Das bedeutet dass man mindestens einmal physischen Zugriff auf das System benötigt.
In einigen Situationen möchten man nur schnell einen Befehl auf der Remote-Maschine ausführen um z.B. einen Dienst zu stoppen oder neu zu starten. Für eine solche Aktion bedarf es nicht immer all zu großen Aufwand.
Mit dem Tool psexec von Microsoft kann man sich schnell Zugriff auf die Konsole des Computers verschaffen oder direkt Befehle ausführen.
Ich persönlich empfehle aber immer erst mit der Remote-Shell zu verbinden. Da man so eine interaktive Eingabeaufforderung bekommt und direkt die Reaktionen auf zuvor eingegebene Befehle sehen kann.
PSEXEC kann direkt auf der Website von Sysinternals heruntergeladen werden. Sysinternals wurde ursprünglich von Mark Russinovich und Bryce Cogswell gegründet und später von Microsoft übernommen und seither weiterentwickelt.
Voraussetzung um einen PC mit psexec zu steuern ist: Man kennt den Benutzernamen und das Passwort zu einem lokalen Administrator Account. Außerdem müssen die sog. administrativen Freigaben aktiviert sein, was in der Regel der Fall ist.
Am besten startet man psexec lokal über die eigene Konsole.
Die einfachste Syntax ist folgende:
Psexec \\Computername -u Benutzer -p Kennwort cmd
Damit gelangt man zu der interaktiven shell des Remote-Systems und kann die gewünschten Befehle abarbeiten.
Einige Antiviren-Programme schlagen bei der Verwendung von psexec Alarm. Die Software psexec ist jedoch frei von jeglichem Schad-Code. Die Meldungen stammen daher, dass einige schädliche Tools psexec integriert haben und negativ ausnutzen. Die Warnungen können als getrost ignoriert werden.